Kein Berg zu hoch, keine Piste zu steil, aber wo zum Teufel ist die Liftanlage? Nein, die braucht es beim Extremsport mit dem Hubschrauber nun wirklich nicht. Dafür aber jede Menge Mut und eine große Portion Können, denn eine Heli-Tour ist kein Ausflug ins Phantasialand.
jedoch relativ zu verstehen, denn die Ab-Preise für eine Woche inklusive Anreise, Unterbringung und mehrerer Heli-Flüge liegen bei etwa 2.000 Euro. Nach oben gebe es da keine Grenzen, sagt Mathias. Schließlich käme es ja auch darauf an, in welchem Teil der Erde man gerade zum Gipfelstürmer werden möchte. Manchmal liegt das Gute aber auch näher als man denkt: Weitere Gebiete zum Heliboarden gibts beispielsweise im norwegischen Vassfjellet und am Sustenpass in der Schweiz. Das Höher-Schneller-Weiter-Prinzip ist zwar nicht neu, könnte aber angesichts steiler Flanken mit schroffen Graten und schier bodenloser Abgründe auch von einem Heli-Rider selbst während eines Runs geprägt worden sein. Denn irgendwann packt die weiße Sucht jeden, glaubt zumindest der schneeverrückte Mathias. An deren Anfang steht bei fast allen - wie sollte es auch anders sein - die 0815-Piste. Aus der breche man aber bald aus, um sich auf den Powderfeldern auszutoben, weiß der 33-Jährige, dessen Abhängigkeit “mit dem ersten Tiefschnee” begann. Davon loskommen wolle er nie wieder, sondern lieber noch eine Line mehr in den Berg zeichnen. Heliboarden ist aber nichts für Solo-Künstler. Auf Tour gehts nur in der Gruppe und in Begleitung eines Guides. Wenn die Dynamik stimme, seien acht bis zehn Drops und bis zu 14.000 Höhenmeter am Tag aber im Bereich des Machbaren, weiß Mathias aus eigener Erfahrung im Thien-Shan-Gebirge. Klingt verlockend, ist es auch. Der Helikopter macht’s möglich, schließlich bringt er die schneehungrigen Rider dort in höchste Höhen zwischen 3.000 und 4.000 Metern und ermöglicht gigantische Abfahrten von bis zu 2.500 Höhenmetern. Durch die Wendigkeit des Helis erschließen sich den Boarderfreaks unzugängliche und extrem steile Hänge. Doch genau darin liegt der Kick - und eine gewisse Gefahr, die man laut Mathias zwar nicht unter-, aber eben auch nicht überschätzen sollte. Also dann mal bloß keine Zeit verpulvern…









