Ressort: Games
Datum: 10. Oktober 2017
Autor: Matthias Probst

Surf World Series

Die perfekte Welle – solltet ihr zumindest erwischen, wenn ihr bei diesem spaßigen sowie fordernden Spielchen an die Spitze wollt.
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Übung macht den Meister: Wer schon einmal auf einem echten Surfbrett gestanden hat, der weiß, dass diese Dinger verdammt schwer zu beherrschen sind. Stürze, neue Ausrichtung zur Welle, sowie geschicktes Gleichgewichthalten sind dabei das A und O, um erfolgreich dahinzugleiten. Und genau das haben sich die Macher dieses kleinen Spielchens zu Herzen genommen: Daher spielt sich „Surf World Series“ ein klein wenig so, wie ein „Tony Hawk“ auf Wasser – wenn ihr was damit anfangen könnt.
 
Die unendliche Welle der Wissensvermittlung
 
Nach einem stimmigen Intro-Video geht es direkt ins Übungsbecken, in dem euch eine unendliche Welle erwartet. Ein paar Lektionen später solltet ihr theoretisch alles über die Bedienung eures Bordes wissen – was noch längst nicht heißt, dass ihr dies auch praktisch in die Tat umsetzen werdet. Denn das Beherrschen der Wellen bedarf einiger Erfahrung, wenn ihr die richtig coolen Kombis aus dem Hut zaubern wollt. Daher begnügt euch anfangs mit leichten Sprüngen, Richtungswechseln und etwas Balancieren auf dem Wellenkamm. Habt ihr diese Grundlagen verinnerlicht, geht es zur nächsten Stufe.
 
„Surf World Series“ versteht es hervorragend durch sein simples Spielprinzip zu fesseln und gleichzeitig durch die etlichen Möglichkeiten an Tricks über Stunden zu begeistern. Es ist schon ein geiles Gefühl, wenn ihr mehrere Tricks aneinanderreiht, ohne in die Fluten zu stürzen und damit euren Punktestand in schwindelerregende Höhen schraubt.
 
Von den Profis gelernt
 
Die fünf authentischen Schauplätze, das behauptet zumindest das Spiel, sollen sehr realistisch im Wellengang nachempfunden sein. Mir hat die Abwechslung jedenfalls gefallen – genauso wie die unterschiedlichen Tageszeiten, an denen ihr unterwegs seid. Gerade nachts legt der Schwierigkeitsgrad noch eine Schippe drauf, da ihr euer Bord stets gut im Auge behalten müsst.
 
Wie gesagt: Am besten begebt ihr euch nach den Trainingsmissionen direkt in die Kampagne. Diese wartet mit jeder Menge Herausforderungen, die ihr in verschiedenen Schwierigkeitsgraden absolvieren dürft. Habt ihr die Amateur-Liga hinter euch, so wird es von Wettbewerb zu Wettbewerb immer knackiger mit den angestrebten Zielsetzungen. Aber nicht falsch verstehen: Motivierend und spaßig ist das über die gesamte Zeit – auch wenn ich ab Mitte der Kampagne mehr Salzwasser geschluckt habe, als in ein Aquarium passt…
 
Als kleiner Bonus bekommt ihr zudem die Möglichkeit euer Bord und euren Charakter zu „verschönern“ beziehungsweise selbst zu gestalten. Was haltet ihr von einem rosa Blumen-Bord mit neongelber Aufschrift? Geschmackssache, aber wirklich gut in den Wellen auszumachen.
 
Fazit
 
Was soll man viel darüber sagen?! Schnappt euch das Bord, stürzt euch in die Wellen und schwelgt etwas in Erinnerungen an „Tony Hawk“, wenn ihr wollt. Diese kleine Perle bringt euch den faszinierenden Sport des Surfens auf unterhaltsame und fordernde Weise näher als ich es für möglich gehalten hätte. Meine Empfehlung gibt es dafür verdientermaßen.
 
Erhältlich für: Xbox One, PS 4, PC
Website: surfworldseries.com

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