Ressort: Games
Datum: 06. Oktober 2017
Autor: Matthias Probst

Blackguards 2

Taktik-Rollenspiel der Meisterklasse – mit ein paar kleinen Schönheitsfehlern. Doch wer muss schon perfekt sein?
Podcast
Fotostrecke
Schon mal was von der „Blackguards“-Reihe gehört? Viele werden an dieser Stelle wohl den Kopf unwissend hin und her schütteln. Denn trotz einer packenden und spannenden Spielmechanik blieb der Reihe bislang der große Durchbruch verwehrt. Woran das liegt, weiß ich leider auch nicht so recht. Was ich jedoch weiß: „Blackguards 2“ ist das perfekte Spielchen für Leute, die auf taktische, rundenbasierte Rollenspiele stehen. Ein echter Geheimtipp also.
 
Wie ein klassisches Fantasy-Rollenspiel ist auch „Blackguards 2“ irgendwo in einem fiktiven Mittelalter verankert – Banditen, Adelige und mystische Figuren inklusive. Die Story selbst dreht sich um eine gestürzte Regentin, die nun auf Rache sinnt: Ist zwar nicht sonderlich innovativ, stemmt das Abenteuer aber ganz ordentlich. Zumal jede Menge Intrigen gesponnen werden.
 
Zunge schnalzen lassen: Das Kampfsystem
 
Das Herzstück des Rollenspiels sind allerdings die rundenbasierten Kämpfe gegen allerlei verschiedene Feinde. Pro Runde dürft ihr eure Recken über das Feld wandern lassen, Stellung beziehen und auf unterschiedliche Arten angreifen. Haben all eure Helden ihre Aktionspunkte verbraucht, dann ist der Gegner an der Reihe – ganz klassisch. Da ihr es jedoch oftmals mit einer Überzahl an Feinden zu tun habt, müsst ihr eure Strategie wohl abwägen. Das Spiel gibt euch zum Glück etliche Mittel und Wege in die Hand, um eine Schlacht erfolgreich zu beenden: Normale Angriffe, besondere Fähigkeiten sowie Magie und zu guter Letzt unterschiedliche Objekte auf den Schlachtfeldern, die ihr nutzen könnt: Zum Beispiel lacht das Strategie-Herz, wenn ein Feind auf einem Feld landet, auf dem ihr eine Falle ausgelegt habt oder über dem eine arg marode Brücke nur darauf wartet unter Beschuss genommen zu werden. Ihr müsst also kreativ sein – denn mit Munition und Nachschub geht das Spiel sparsam um.
 
Damit keine Langeweile aufkommt, bietet euch „Blackguards 2“ unterschiedliche Arten von Schlachten: Mal müsst ihr klassisch alle Gegner vernichten, dann wieder mal von A nach B gelangen während übermächtige Feinde euch verfolgen, ein anderes Mal solltet ihr euch verschanzen, um gegnerische Eindringline abzuwehren. Immer wieder liefert euch die Karte dabei hilfreiche Dinge, wie gefangene Kämpfer, die ihr befreien könnt, damit sie euch unterstützen oder Objekte, die als Falle dienen könnten – zum Experimentieren rate ich dringend. Zur allgemeinen Übersicht lässt sich die Karte übrigens nicht drehen, was mir ganz gelegen kam. Nur heran- und herauszoomen ist möglich.
 
Entscheide, wo es langgeht!
 
Neben den Gefechten werdet ihr außerdem viel Zeit auf der interaktiven Karte verbringen und Entscheidungen treffen. Denn diese sind eine zentrale Stütze des Spiels: Meistens bestimmt ihr, welchen Weg ihr und eure Gefährten als nächstes nehmen, gegen wen ihr kämpft und sogar, wie ihr regieren wollt. Habt ihr es gern, dass euch eure Begleiter mögen oder liebt ihr es, wenn sie vor Furcht zittern? Jedenfalls bringt jede Entscheidung und jeder Spielstil neue Arten und Wege hervor, wie sich der Spielverlauf fortsetzt. Solltet ihr also nach rund 25 bis 30 Stunden einen Durchgang hinter euch haben, könnt ihr getrost noch einmal beginnen, um einen anderen Weg einzuschlagen – und werdet euch sicherlich nicht dabei langweilen. Inhaltlich seid ihr damit für den Herbst (und eventuell auch den Winter) bestens versorgt.
 
Wer sich nun Sorgen über die Steuerung macht, dem sei gesagt, dass ihr euch da keine allzu großen Gedanken machen müsst: Schon beim Release der PC-Version im Jahr 2015 haben die Macher das Spiel auf die Steuerung per Controller konzipiert – sehr clever. Demnach steuert sich die PS4- und Xbox-One-Version entsprechend eingängig. Verschachtelte Menüs gibt es so gut wie keine und jede Aktion ist schnell zu erreichen. Gut gemacht!
 
Fazit
 
„Blackguards 2“ hat also seine Aufgaben gemacht – und das sehr ordentlich. Taktisch wird einiges geboten, die Story ist nett und sämtliche Inhalte fügen sich nahtlos zu einem aufregenden Abenteuer zusammen, mit dem man gerne mehrere Stunden verbringen möchte. Jetzt muss das Spiel nur noch aus seinem eigenen Schatten treten und auf eine breite, begeisterte Spieler-Community treffen. Denn das Zeug zu einem echten Hit hat diese taktische Rollenspielperle allemal.
 
Erhältlich für: Xbox One, PS 4, PC
Website: blackguards2.daedalic.de

Inhalt teilen:




Kommentare via facebook


  • Anzeige
  • Newsticker
    • Comedy Stage am 18.10. bei Bungert

      Die Sommerpause ist vorbei, es darf wieder ordentlich gelacht werden! Zur ersten Comedy Stage der neuen Spielzeit haben sich drei angesagte Stand-Up-Comedians angekündigt: Neben Moderator Andy Sauerwein stehen auch Jan van Weyde und Stefan Danziger auf der Bühne. Los geht's um 20:00h, Tickets gibt's für 15,- Euro an der Bungert-Information.
    • Homosphère loves you am 21.10. im Schmit-Z

      Single? Vergeben? Egal! Bei der nächsten Ausgabe der Homosphère geht's um die große Liebe. Mithilfe des Knicklichtcodes könnt ihr zeigen, wer ihr seid, dank der Loveletters zeigt ihr, wen ihr mögt. Außerdem gibt's Getränkegutscheine für Studis/SchülerInnen, die Musik serviert DJ Vince. Los geht's um 23:00h, der Eintritt beträgt 5,- Euro.
    • 111. Comedy Slam am 03.06. im Mergener Hof

      Die letzte Ausgabe vor der Sommerpause hält wieder jede Menge Humorkünstler bereit, die um die Gunst des Publikums buhlen. So haben unter anderem Michael Ulbts aus Köln, Jens Wienand aus Mannheim und Oliver Steidle aus Bonn ihr Kommen zugesagt. Beginn ist um 20:00h, die Karten kosten 9,50 Euro, ermäßigt 8,- Euro.
    • Comedy Slam am 06.05. im Mergener Hof

      Zum 110. Mal treffen sich die Humorkünstler ab 20:00h zum Wettstreit, wie immer entscheidet das Publikum über Sieg und Niederlage. Ihr könnt euch unter anderem auf Dennis Grundt aus Hamburg, Nick Schmid aus Augsburg und Christin Jugsch aus Bremen freuen. Tickets erhaltet ihr für 9,50 Euro, ermäßigt 8,- Euro.
    • Science Slam am 28.04. in der Mensa der Uni Trier

      Wissenschaft verwandelt sich zu Lesebühnen-Pop: Hier werden wissenschaftliche Themen und Arbeiten populärwissenschaftlich aufbereitet und den Zuhörern schmackhaft gemacht – quasi eine Mischung aus Hip-Hop-Battle und Kolloquium. Definitiv kreativ! Um 20:00h startet der Slam, Tickets kosten 6,- Euro, ermäßigt 4,- Euro.
  • Anzeige
  • Events
    • Das geht im Oktober

      Oktober. Oktooober. Da war doch irgendwas Wichtiges, an das man denken müsste? Halloween vielleicht. Jetzt aber, wie konnte ich Halloween vergessen, wo das doch für einige wichtiger ist im Oktober als das Dirndlfestchen? Dirndl ist ein lustiges Wort … Schluss damit, wir sind doch keine Oktoberfest-Kolumne, sondern schreiben über Partys! Und da hat der nächste Monat so einiges zu bieten: Artikel lesen...
    • Das ging im September

      Jetzt sind ja bald schon Herbstferien! Es waren doch erst Sommerferien, wo ist die Zeit denn hin? Nee, jetzt mal echt, geht das nur mir so, dass ich mich nicht mal mehr dran erinnern kann, was ich letzten Montag um 12:43 Uhr gemacht hab? Geschweige denn in der ganzen Zeit seit dem Sommer. Vielleicht klingelt’s mir ja bei der Review schön laut in der Birne und ich erinnere mich an ein, zwei Events, denen ich beigewohnt haben sollen könnte … oder auch nicht. Artikel lesen...
    • Das geht im September

      Oktoberfeste gibt’s schon im September? Wo soll denn da der Sinn sein, bitte? Pfff, auf jeden Fall kommen davon jetzt recht viele – wer drauf steht, sollte also sein Dirndl schon Mal auspacken, Bierflecken rauswaschen und die Jungs können die Lederhosen von Mami bügeln lassen. Und alle Oktoberfesthasser, die Oktoberfeste hassen, haben wenigstens auch Grund, permanent Bier zu trinken. Weiterer Vorteil: Alle Oktoberfestliebhaber, mit denen man sonst im Supermarkt, in der Dirndl-Abteilung oder sonst wo über den Sinn der Sache diskutieren würde, tummeln sich an einem Ort, der da wäre: das Festzelt. Artikel lesen...
    • Das ging im August

      Mit dem sogenannten Sommer ist jetzt wohl ein für alle Mal Schluss, ab jetzt müssen wir uns halt mit dem Schissiwetter hier abfinden. Dabei ist es ja noch gar nicht mal offiziell September und erst im September spielt das Wetterchen ja bekanntlich verrückt – oder war ein anderer Monat so crazy?? Na ja, der August war auf jeden Fall auch schon crazy, aber nicht was die Temperaturen angeht, sondern ihr wisst schon, die Partys: Artikel lesen...
    • Das geht im August

      O du lieber August … Das sind ja mal bescheidene Aussichten, die uns der Deutsche Wetterdienst da prognostiziert. Wenn ihr aber dreimal „Party, Party, Party“ sagt, ganz fest dran glaubt, und vielleicht einen Anti-Regentanz performt, klappt das mit dem tollen Wetter, denn schließlich habt ihr dank unserer Partytime so einiges vor im achten Monat des Jahres. Artikel lesen...
  • Anzeige
  • Finde uns auf facebook