Ressort: Games
Datum: 21. August 2017
Autor: Matthias Probst, Kim Opel

F1 2017

Gentlemen – Start Your Engines!

Alle Jahre wieder: kaum geht die echte Formel 1 in die Sommerpause, können sich Zocker in der neuesten Auflage an der Konsole versuchen und um Positionen und Siege fahren. Macht euch bereit.
Podcast
Fotostrecke
Als Formel-1-Fan und Zuschauer von klein auf – ich verfolge die Königsklasse des Motorsports schon seit den Zeiten vor Michael Schumacher – freue ich mich natürlich auch dieses Jahr auf die Neuauflage der gleichnamigen Rennspielreihe. Was war das damals im Jahre 1995 revolutionär, als das Ur-Formel-1 auf der PlayStation erschien und man mit den echten Fahrern in ihren Originalwagen auf den Originalstrecken um die Weltmeisterschaft kämpfen konnte. Hach, da werde ich richtig nostalgisch! Etliche Stunden habe ich damals in die Kurse investiert – an dieser Tradition halte ich auch heutzutage noch fest.
 
Zugegebenermaßen sind die Veränderungen nach über zwei Jahrzehnten von Spiel zu Spiel eher im Detail zu finden. Wie gehabt könnt ihr auf den kompletten Fahrerkader und die Strecken des Jahres 2017 zugreifen. Die offensichtlichste Veränderung ist hier Valtteri Bottas im zweiten Mercedes, der das Cockpit des zurückgetretenen Weltmeisters Nico Rosberg übernommen hat.  
 
Eine Präsentation im großen Stil – Mercedes lässt grüßen!
 
An dieser Stelle sei sehr lobend und positiv erwähnt, dass sich Mercedes – auch natürlich passend als amtierendes Weltmeisterteam – noch nebenbei das Gastgeber für die Präsentation dieses Spiels eingebracht hat. Codemasters und Koch Media haben keine Kosten und Mühen gescheut und zur offiziellen Präsentation Ende Juli in das Mercedes-Benz-Museum nach Stuttgart eingeladen. Dort gab es neben Snacks und Drinks auch eine ausführliche Führung durch das komplette Museum – eine geschichtliche Tour von den Anfängen des Automobils bis hin zu den heutigen Straßen- und Rennwagen. Nach einer kurzen Präsentation von Game Developer Lee Mather ging es dann ans Eingemachte – das Hands-on in einem Playseat, in perfekter Lage direkt vor den originalen Weltmeisterautos von Mika Häkkinen und Lewis Hamilton! Eine bessere Location hätten sich die Entwickler wohl kaum aussuchen können.
 
Hier hatte ich dann die Gelegenheit, das Spiel ausgiebig zu testen. Mit ausgiebig meine ich fast zwei Stunden. Soviel vorweg: In einem Playseat mit Pedalen und Lenkrad mit Schaltpaddeln ist das Fahrgefühl natürlich noch um ein Vielfaches intensiver als vor der heimischen Konsole. Da die meisten Spieler aber wohl „nur“ mit dem Controller zocken werden, gab es seitens Codemasters auch die Möglichkeit, das Spiel damit zu testen.
 
Wie bereits erwähnt sind die Änderungen evolutionär und prinzipiell erst im Detail zu erkennen. Erfahrene Formel-1-Zocker wie ich finden sich somit direkt zurecht. Die Boliden werden den neuen Regularien entsprechend dargestellt – breiter, leichter, flacher und schneller. Euch stehen einzelne Rennen, der Multiplayer sowie die Meisterschaft – entweder in der originalen Reihenfolge oder in einer selbst gewählten – zur Verfügung. Im Multiplayer-Modus tretet ihr online privaten und öffentlichen Sessions bei und fahrt gegen ein umfassendes Feld von bis zu zwanzig Fahrzeugen, oder ihr nutzt einen der zwei „Zuschauer"-Plätze. Des Weiteren könnt ihr mit eurem Alter Ego eine Karriere starten und über mehrere Saisons hin Erfahrungen sammeln und dabei die F1-Karriereleiter hochklettern. Das heißt, ihr bekommt zu Beginn nur Angebote von kleineren Teams und habt dabei nur solche Ziele zu erfüllen wie vor eurem Teamkollegen zu landen oder vereinzelt in die Punkteränge zu fahren. Falls ihr dann irgendwann so gut seid und ein Cockpit in einem Mercedes oder Ferrari ergattert, kann euer Ziel nur der WM-Titel sein – wie viele Stunden ich da wohl wieder hineinbuttern werde?! Bei dem Gedanken wird mir jetzt schon schwindelig.
 
An eurem Fahrzeug selbst könnt ihr natürlich auch wieder herumschrauben: Weit über 100 Einstellungen lassen sich übernehmen, um das passende Setup einzustellen. Die einzelnen Rennstrecken sind weithin bekannt, da im Vergleich zur Vorsaison keine neue Strecke dazugekommen ist. Dies hat Codemasters insofern kompensiert, indem alternative Streckenverläufe in Form von zusätzlichen Streckenvarianten angeboten werden, und zwar für die Kurse in Silverstone, Suzuka, Bahrain und den USA. Den Klassiker in Monte Carlo könnt ihr nun auch als Nachtrennen bestreiten – Singapur lässt grüßen. Als weiteres Leckerli gibt es auch Optionen wie Verfolgungsrennen oder Meisterschaften nur auf gewissen Strecken, zum Beispiel auf Stadtkursen.
 
Nostalgie pur mit den Classic Cars
 
Ein zusätzliches Schmankerl des Spiels sind die Classic Cars, also F1-Wagen aus früheren Epochen. Das gab es in ähnlicher Form auch schon mal in der 2013er Edition. Aus der jüngeren Vergangenheit gibt es beispielsweise den 2006er Renault von Fernando Alonso oder Schumis rote Göttin aus dem Jahre 2004. Die alten Fans wie ich können sich zusätzlich auch auf mehrere Weltmeisterautos der 80er- und 90er-Jahre freuen, die auch allesamt gegeneinander antreten können. Ein Wahnsinnsspaß! Wer schnell ist, sichert sich die Erstauflage als Special Edition mit Ayrton Senna‘s McLaren MP4/4. Schade nur, dass es nicht noch zusätzlich historische Rennstrecken von damals gibt. Aber da hätten wir vielleicht schon eine potenzielle Neuerung für F1 2018.
 
Technisch ist weiterhin alles super: Die Grafik läuft auch am Start mit allen zwanzig Autos flüssig und ruckelfrei, die Strecken und deren Umgebung sehen realistisch aus. Vor allem bei nassen Rennbedingungen sind die Spiegelungen und Reflexionen auf den Autos und der Fahrbahn eine Augenweide. Das war auch in den Vorgängertiteln auf der PS4 beziehungsweise der Xbox One so, aber grafisch lässt sich halt eben auf diesem Niveau nicht mehr so viel herauskitzeln.
 
Fazit
 
Auch die neueste Auflage der Formel 1 Reihe weiß zu überzeugen. Neben dem gewohnt vollständigen Rennkalender der Saison 2017 mit allen offiziellen Strecken, Fahrern und Teams könnt ihr an eurer virtuellen Karriere arbeiten und euch vom Rookie zum Weltmeister entwickeln. Wem das zu viel ist, der kann auch einfach nur ein schnelles Rennen oder eine individuell erstellte Meisterschaft bestreiten. Zusätzlich bietet Codemasters ein Dutzend Classic Cars. Vor allem Zocker der älteren Generation freuen sich über die legendären Weltmeisterautos früherer Epochen. Abermals eine klare Kaufempfehlung!
 
Erhältlich für: PS 4, Xbox One, PC
Website: formula1-game.com

Inhalt teilen:




Kommentare via facebook


  • Anzeige
  • Newsticker
    • Comedy Stage am 15.11. bei Bungert

      Im tristen November werden wieder die Lachmuskeln strapaziert: Die Moderation des Stand-Up-Comedy-Events übernimmt Marcel Mann, außerdem kann sich das Publikum auf Osan Yaran und Kevin Ray freuen. Beginn der Veranstaltung ist 20:00h, Tickets gibt's für 15,- Euro an der Bungert-Information und an der Abendkasse.
    • Homosphère loves you am 21.10. im Schmit-Z

      Single? Vergeben? Egal! Bei der nächsten Ausgabe der Homosphère geht's um die große Liebe. Mithilfe des Knicklichtcodes könnt ihr zeigen, wer ihr seid, dank der Loveletters zeigt ihr, wen ihr mögt. Außerdem gibt's Getränkegutscheine für Studis/SchülerInnen, die Musik serviert DJ Vince. Los geht's um 23:00h, der Eintritt beträgt 5,- Euro.
    • 111. Comedy Slam am 03.06. im Mergener Hof

      Die letzte Ausgabe vor der Sommerpause hält wieder jede Menge Humorkünstler bereit, die um die Gunst des Publikums buhlen. So haben unter anderem Michael Ulbts aus Köln, Jens Wienand aus Mannheim und Oliver Steidle aus Bonn ihr Kommen zugesagt. Beginn ist um 20:00h, die Karten kosten 9,50 Euro, ermäßigt 8,- Euro.
    • Comedy Slam am 06.05. im Mergener Hof

      Zum 110. Mal treffen sich die Humorkünstler ab 20:00h zum Wettstreit, wie immer entscheidet das Publikum über Sieg und Niederlage. Ihr könnt euch unter anderem auf Dennis Grundt aus Hamburg, Nick Schmid aus Augsburg und Christin Jugsch aus Bremen freuen. Tickets erhaltet ihr für 9,50 Euro, ermäßigt 8,- Euro.
    • Science Slam am 28.04. in der Mensa der Uni Trier

      Wissenschaft verwandelt sich zu Lesebühnen-Pop: Hier werden wissenschaftliche Themen und Arbeiten populärwissenschaftlich aufbereitet und den Zuhörern schmackhaft gemacht – quasi eine Mischung aus Hip-Hop-Battle und Kolloquium. Definitiv kreativ! Um 20:00h startet der Slam, Tickets kosten 6,- Euro, ermäßigt 4,- Euro.
  • Anzeige
  • Events
    • Das geht im November

      Ich würd’ den Artikel ja gerne mit einem melodischen Smalltalk-Satz beginnen, mag es Politik, Kultur oder Wetter sein. Aber ich muss ehrlich gestehen, was den ollen dollen Novämba angeht, fällt mir gar nix ein. Was gibt’s Besonderes im Novämba? Artikel lesen...
    • Das ging im Oktober

      Meine Lieben, was ein Ansturm auf jene guten Schuppen, Kneipchen und Partyvereine, seit das Semester begonnen hat und man sich der Anzahl der Erstis bewusst geworden ist. Dementsprechend finden sich auch ein, zwei Studententermine auf unserer Preview-Liste. Die gehören ja auch (neuerdings) zu Trier dazu. Aber nicht verzagen, Lifestyle fragen: Immerhin beschäftigen wir uns in dieser Sendung, pardong, Episode, pardong, Ausgabe auch mit dem Nicht-Studenten-Leben, der Arbeiterschaft, den Konzertgängern. Na dann, auf drei: Eins … zwei … Artikel lesen...
    • Das geht im Oktober

      Oktober. Oktooober. Da war doch irgendwas Wichtiges, an das man denken müsste? Halloween vielleicht. Jetzt aber, wie konnte ich Halloween vergessen, wo das doch für einige wichtiger ist im Oktober als das Dirndlfestchen? Dirndl ist ein lustiges Wort … Schluss damit, wir sind doch keine Oktoberfest-Kolumne, sondern schreiben über Partys! Und da hat der nächste Monat so einiges zu bieten: Artikel lesen...
    • Das ging im September

      Jetzt sind ja bald schon Herbstferien! Es waren doch erst Sommerferien, wo ist die Zeit denn hin? Nee, jetzt mal echt, geht das nur mir so, dass ich mich nicht mal mehr dran erinnern kann, was ich letzten Montag um 12:43 Uhr gemacht hab? Geschweige denn in der ganzen Zeit seit dem Sommer. Vielleicht klingelt’s mir ja bei der Review schön laut in der Birne und ich erinnere mich an ein, zwei Events, denen ich beigewohnt haben sollen könnte … oder auch nicht. Artikel lesen...
    • Das geht im September

      Oktoberfeste gibt’s schon im September? Wo soll denn da der Sinn sein, bitte? Pfff, auf jeden Fall kommen davon jetzt recht viele – wer drauf steht, sollte also sein Dirndl schon Mal auspacken, Bierflecken rauswaschen und die Jungs können die Lederhosen von Mami bügeln lassen. Und alle Oktoberfesthasser, die Oktoberfeste hassen, haben wenigstens auch Grund, permanent Bier zu trinken. Weiterer Vorteil: Alle Oktoberfestliebhaber, mit denen man sonst im Supermarkt, in der Dirndl-Abteilung oder sonst wo über den Sinn der Sache diskutieren würde, tummeln sich an einem Ort, der da wäre: das Festzelt. Artikel lesen...
  • Anzeige
  • Finde uns auf facebook