Ressort: Games
Datum: 18. August 2017
Autor: Matthias Probst

MotoGP 17

Langsame Evolution auf zwei Rädern

Das Rennen geht weiter: War im vergangenen Jahr Valentino Rossi an der Reihe, ist nun der nächste Ableger der Motorrad-Rennsimulation am Start. Viel Neues sollten Käufer allerdings nicht erwarten. Um fair zu sein: Wer im letzten Jahr mit „Valentino Rossi – The Game“ seinen Spaß hatte, der braucht hier nicht mehr weiterzulesen. Freut euch an eurem Spiel und wartet bis nächstes Jahr. Denn „MotoGP 17“ ist lediglich eine kleine Evolution der Rennserie, deren Neuerungen im Detail zu suchen sind – was nicht heißen soll, dass es ein schlechtes Spiel ist. Es ist eben nur kein sonderlich neues Spiel im Vergleich zu den Vorgängern.
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Solide Inhalte
Was euch erwartet: Mal wieder dürft ihr solo oder per Splitscreen mit einem Kumpel über die Pisten der MotoGP-Serie flitzen. Dank einer anschaulichen Fahrphysik, die der italienische Entwickler Milestone gut hinbekommen hat, machen die Rennen auch ordentlich Spaß. Weniger amüsant ist die inzwischen mit einer dicken Staubschicht bedeckte Grafik: Lässt sich aus der Unreal-Engine wirklich nicht mehr herausholen? Sobald ihr im eigentlichen Rennen seid, macht das nicht viel aus. Doch gerade beim Start oder Finish fällt die unterdurchschnittliche Optik doch negativ auf – ebenso wie die lieblos wirkende Präsentation des Karriere- und Manager-Modus.
 
Übrigens ist zuletzt erwähnter Modus eine echte Neuerung: Anstatt euch in der Karriere vom Neuling zum echten Profi zu kämpfen, dürft ihr im Manager-Modus euer Team verwalten. Eine nette Sache, in die sich gemütlich Zeit investieren lässt.
 
Andere Modi wie Einzelrennen oder Meisterschaften sind natürlich auch wieder mit an Bord. Bei den Meisterschaften darf entweder nach dem offiziellen Kalender oder nach einer eigenen Streckenauswahl gefahren werden. Alles ganz nett – mehr aber auch leider nicht.
 
Endlich schneller – abseits der Kurse
Den größten Fortschritt erzielt Milestone in Punkto Framerate: Die Evolution von 30 auf 60 Bilder pro Sekunde ist dem Spielchen deutlich anzumerken. Dadurch wirkt das Fahrverhalten wesentlich flüssiger und damit realistischer. Selbst an den Ladezeiten wurde geschraubt, so dass ihr inzwischen nicht mehr locker einen Kaffee holen könnt, während das Rennen startet – vielen Dank dafür an die Entwickler. Allerdings sollten für den nächsten Ableger ein paar mehr Inhalte hineingepackt werden, die das Konzept wieder frischer erscheinen lassen. Die Jungs von Codemasters schaffen das mit ihrer „Dirt“-Reihe auch immer wieder.
 
Kurz und knackig: „MotoGP 17“ ist ein solides Rennspiel für Motorrad-Fans, das über weite Strecken (das Wortspiel musste sein) ordentlich unterhält. Allerdings sind die Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger so minimal, dass sich ein Kauf nur dann lohnt, wenn ihr bei der Reihe schon zwei Jahre ausgesetzt habt. Alle anderen dürfen getrost auf das warten, was da noch kommen mag.

Erhältlich für: Xbox One, PS 4, PC
Website: motogpvideogame.com/
 

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