Ressort: Games
Datum: 12. Juli 2017
Autor: Matthias Probst

Diablo III Rise of the Necromancer

Herrscher der Knochen

Von den Fans gefordert, von Blizzard geliefert: „Diablo III“ bekommt mit dem Totenbeschwörer eine richtig coole Klasse – mehr aber auch nicht. Ob sich das wirklich lohnt?
Podcast
Fotostrecke
Mensch, Blizzard! Was macht ihr nur immer für Sachen?! Auf der letzten BlizzCon konnte ich kaum darauf warten die News über „Diablo“ zu hören, da wurde ich doch etwas enttäuscht, dass sich dahinter lediglich eine Art „Diablo I“-Mod für den aktuellen Teil versteckt und dann noch die Klasse des Totenbeschwörers, auch Necromancers, vorgestellt wurde. Ehrlich gesagt, hat mich das nicht so richtig umgehauen, wie ich gehofft hatte. Nun aber ist der Totenbeschwörer endlich verfügbar und muss natürlich mal angespielt werden. Und was soll ich sagen: Die Sucht hat mich erneut gepackt …
 
Bevor es überhaupt losgeht, muss sich jeder Besitzer von „Diablo III“ zunächst einmal den Necromancer käuflich erwerben – nein, kostenlos ist das Kerlchen nicht: 14,99 Euro will Blizzard dafür haben. Das Paket beinhaltet neben dem neuen Charakter noch einige kosmetische Items, sowie Charakter- und Truhenslots. Rechtfertig der Totenbeschwörer letztlich aber auch diesen Preis? Diese Frage beantworte ich einfach mal mit einer Gegenfrage: Wollt ihr wieder für mehrere Stunden oder Wochen von „Diablo III“ eingesogen und süchtig nach dem nächsten Levelanstieg gemacht werden? Alle, die diese Frage mit „Ja“ beantworten, sollten beim Preis nicht lange überlegen. Wenn ihr bereits etliche Stunden in das Spiel versenkt habt, dann könnt ist der Anschaffungspreis schnell vergessen – der Spaßfaktor stimmt jedenfalls.
 
Eine Klasse für jedermann.
 
Mit dem Necromancer haucht Blizzard dem Totenbeschwörer aus Teil 2 wieder Leben ein. Doch inzwischen hat sich der Herrscher über die Toten ordentlich weiterentwickelt: Alte Fähigkeiten wie die Beschwörung von Skeletten oder Golems, sowie die Explosion von Kadavern sind genauso mit an Bord, wie neue, coole Skills, die den Totenbeschwörer zu einem echten All-Rounder machen. Dank der Knochenrüstung und seiner Sense eignet sich der Charakter diesmal auch als Nahkämpfer. Die restlichen Fähigkeiten lassen sich zu recht bemerkenswerten Kombinationen verknüpfen, die wirklich jeden Spielstil gut unterstützen. Allein dafür zolle ich Blizzard schon jeglichen Respekt.
 
Persönlich stehe ich allerdings auf massenhafte Begleiter, die für mich in den Kampf ziehen. Dann kann ich gemütlich aus dem Hintergrund mit meiner Knochensplitter-Attacke unterstützen. Die Flüche sorgen dafür, dass die Gegner geschwächt, verlangsamt oder zu mobilen Blutspendern werden. Meine sieben Skelette halten sie zusätzlich auf Abstand und der Golem – entweder aus Fleisch oder aus Knochen – sorgt für den nötigen Schaden. Wer noch mehr Begleitung braucht, kann bis zu zehn gegnerische Monster reanimieren und diese für eine kurze Weile kämpfen lassen. Drei Skelett-Magier runden dann die Eskorte ab. Eine echt schlagkräftige Truppe, die der Necromancer da um sich versammelt hat – mir gefällt’s.
 
Hauptattribut des Totenbeschwörers ist übrigens Intelligenz. Als Ressource greift er auf Essenzen zurück, die er von getöteten Gegnern erlangt. Allerdings fordern mache Fähigkeiten auch Lebenspunkte. Ein Glück, dass der Totenbeschwörer immer wieder Blut von seinen Gegnern abzapfen kann und sich so ständig heilt, wenn es mal knapp wird. Doch gerade im End-Game werden diese Fähigkeiten, die teilweise einen höheren Schadensoutput auf Kosten der eigenen Lebenspunkte verursachen, zum Poker-Spiel: Hin und wieder hat es mich dann doch das Leben gekostet, wenn ich zu gierig wurde. Alle, die es lieber klassisch mögen, sorgen mit der Explosion von Leichen für interessante Kettenreaktionen, verbunden mit großzügigem Flächenschaden.
 
Fazit.
 
Machen wir es kurz: Ihr mögt „Diablo III“? Ihr habt schon ziemlich viel Zeit darin investiert? Dann sollten euch die 15,- Euro Anschaffungspreis für den Necromancer nicht sonderlich schmerzen. Denn der Unterhaltungswert ist höher als bei manch komplett neuen Vollpreisspielen, die deutlich mehr kosten. Also zerbrecht euch nicht den Kopf über den Preis, sondern zerbrecht lieber die Knochen eurer virtuellen Gegner. Daraus lassen sich dann schöne, neue Begleiter formen.
 
Erhältlich für: Xbox One, PS 4, PC
Website: us.battle.net/d3/en/age?r=%2Fd3%2Fen%2Frise-of-the-necromancer%2F

Inhalt teilen:




Kommentare via facebook


  • Anzeige
  • Newsticker
    • 111. Comedy Slam am 03.06. im Mergener Hof

      Die letzte Ausgabe vor der Sommerpause hält wieder jede Menge Humorkünstler bereit, die um die Gunst des Publikums buhlen. So haben unter anderem Michael Ulbts aus Köln, Jens Wienand aus Mannheim und Oliver Steidle aus Bonn ihr Kommen zugesagt. Beginn ist um 20:00h, die Karten kosten 9,50 Euro, ermäßigt 8,- Euro.
    • Comedy Slam am 06.05. im Mergener Hof

      Zum 110. Mal treffen sich die Humorkünstler ab 20:00h zum Wettstreit, wie immer entscheidet das Publikum über Sieg und Niederlage. Ihr könnt euch unter anderem auf Dennis Grundt aus Hamburg, Nick Schmid aus Augsburg und Christin Jugsch aus Bremen freuen. Tickets erhaltet ihr für 9,50 Euro, ermäßigt 8,- Euro.
    • Science Slam am 28.04. in der Mensa der Uni Trier

      Wissenschaft verwandelt sich zu Lesebühnen-Pop: Hier werden wissenschaftliche Themen und Arbeiten populärwissenschaftlich aufbereitet und den Zuhörern schmackhaft gemacht – quasi eine Mischung aus Hip-Hop-Battle und Kolloquium. Definitiv kreativ! Um 20:00h startet der Slam, Tickets kosten 6,- Euro, ermäßigt 4,- Euro.
    • Comedy Stage am 26.04. bei Bungert

      Zur letzten Ausgabe vor der Sommerpause haben sich wieder drei Comedians angekündigt, die das Publikum auf unterschiedlichste Weise zum Lachen bringen: Christopher Köhler ist Comedy-Magier, der Diplom-Biologe Keirut Wenzel verbindet Comedy mit Wissenschaft und Quichote präsentiert Hip-Hop, gepaart mit Stand-Up-Elementen. Los geht's um 20:00h, Tickets gibt's für 20, Euro an der Bungert-Information.
    • Poetry Slam am 15.04. im Mergener Hof

      Bei der nächsten Ausgabe des Dichterwettstreits dürft ihr euch unter anderem auf Kendra Löwer aus Tübingen, Philipp Dewald sowie Jana Hilliges aus Trier und Kathi Hopf aus Koblenz freuen. Tickets gibt's zum Preis von 6,- Euro an der Abendkasse, das Event startet um 20:00h.
  • Anzeige
  • Events
    • Das geht im September

      Oktoberfeste gibt’s schon im September? Wo soll denn da der Sinn sein, bitte? Pfff, auf jeden Fall kommen davon jetzt recht viele – wer drauf steht, sollte also sein Dirndl schon Mal auspacken, Bierflecken rauswaschen und die Jungs können die Lederhosen von Mami bügeln lassen. Und alle Oktoberfesthasser, die Oktoberfeste hassen, haben wenigstens auch Grund, permanent Bier zu trinken. Weiterer Vorteil: Alle Oktoberfestliebhaber, mit denen man sonst im Supermarkt, in der Dirndl-Abteilung oder sonst wo über den Sinn der Sache diskutieren würde, tummeln sich an einem Ort, der da wäre: das Festzelt. Artikel lesen...
    • Das ging im August

      Mit dem sogenannten Sommer ist jetzt wohl ein für alle Mal Schluss, ab jetzt müssen wir uns halt mit dem Schissiwetter hier abfinden. Dabei ist es ja noch gar nicht mal offiziell September und erst im September spielt das Wetterchen ja bekanntlich verrückt – oder war ein anderer Monat so crazy?? Na ja, der August war auf jeden Fall auch schon crazy, aber nicht was die Temperaturen angeht, sondern ihr wisst schon, die Partys: Artikel lesen...
    • Das geht im August

      O du lieber August … Das sind ja mal bescheidene Aussichten, die uns der Deutsche Wetterdienst da prognostiziert. Wenn ihr aber dreimal „Party, Party, Party“ sagt, ganz fest dran glaubt, und vielleicht einen Anti-Regentanz performt, klappt das mit dem tollen Wetter, denn schließlich habt ihr dank unserer Partytime so einiges vor im achten Monat des Jahres. Artikel lesen...
    • Das ging im Juli

      Was, das war‘s schon mit Juli? Vier Wochen Sommerferien sind rum, die Erinnerungen an den Urlaub verblassen und Grillen im Garten ist auch nicht mehr das, was es mal war. Gott sei Dank gibt‘s uns: Wir frischen die Erinnerung an die besten Events im Juli für euch auf und drehen an der Zeitschraube. Vielleicht wart ihr ja sogar bei einigen selbst dabei. Artikel lesen...
    • Das geht im Juli

      Juni, Juli. Das verschwimmt auch immer alles vor meinem geistigen Auge. Dabei hab’ ich nur ganz wenig Hornhautverkrümmung und guck’ eigentlich nie genau hin. Hier sitz’ ich nun, ich armer Thor und schreib’ Partytime als wie zuvor. Aber: Die Sache will’s, die Sache will’s! Deshalb geht es jetzt auch direkt volle Karotte los. Mit dem Preview direkt in die Sommerferien. Artikel lesen...
  • Anzeige
  • Finde uns auf facebook